Wenn Sie nach Deutschland ziehen, bereiten Sie sich auf vieles vor: Bürokratie, eine neue Sprache, dass Geschäfte sonntags geschlossen sind. Aber nur wenige sind darauf vorbereitet, dass die Hauptaufgabe des ersten Monats … Müll sein wird. Ja, normaler Müll. Hier ist die Trennung, Mülltrennung, fast eine Religion.
Wenn Sie nicht als “dieser Nachbar” im Haus bekannt sein und wütende Briefe von der Hausverwaltung erhalten möchten, atmen Sie aus. Jetzt werden wir alles so aufschlüsseln, dass es verständlich und nicht beängstigend ist.
Die vier Hauptfiguren: Lernen Sie Ihre neuen Behälter kennen
Vergessen Sie einen Müllsack für alles. Jetzt haben Sie mindestens vier in Ihrer Küche.
| Farbe | Deutscher Name | Wofür ist er |
|---|---|---|
| Gelb | Gelbe Tonne | Für Verpackungen |
| Blau | Papiertonne | Für Papier |
| Braun | Biotonne | Für Stiele und Schalen |
| Schwarz | Restmüll | Für alles andere |
1. Gelber Behälter (Gelbe Tonne): Das Reich der Verpackung
Hier kommt alles hinein, womit Ihr Abendessen eingewickelt war.
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Erlaubt: Plastikbecher von Joghurt, Flaschen von Shampoo, Tetrapaks von Milch und Saft, Konserven, Tuben von Zahnpasta.
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Wichtig: Verpackungen müssen von Essensresten befreit werden. Sie müssen sie nicht waschen! Niemand steht mit einem Mikroskop und prüft. Hauptsache, es fallen keine Essensstücke heraus.
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Der Hauptfehler: Eine kaputte Plastikspielzeug hier hineinlegen. Ein Spielzeug ist keine Verpackung. Sein Platz ist im schwarzen Behälter.
2. Blauer Behälter (Papiertonne): Papierparadies
Hier ist alles einfach. Aber es gibt Nuancen.
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Erlaubt: Zeitungen, Zeitschriften, Werbeprospekte, Kartons. Lifehack: Kartons immer auseinandernehmen oder zerreißen. Ein ganzer Karton im Behälter ist fast eine Beleidigung für den deutschen Nachbarn, da er viel Platz einnimmt.
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Nicht erlaubt (und das ist wichtig!):
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Pizzakarton mit Fettflecken. Fett ist ein Feind des Recyclings. In den schwarzen Behälter damit.
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Kassenzettel. Das ist nicht nur Papier, sondern Thermopapier. In den schwarzen Behälter.
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Papierbecher. Sie haben eine dünne Plastikschicht innen. Ja, ja, in den schwarzen Behälter.
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3. Brauner Behälter (Biotonne): Für alles, was gewachsen ist
Das ist ein Komposthaufen im Miniaturformat.
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Erlaubt: Gemüse- und Obstschalen, Eierschalen, Kaffeesatz, Teebeutel, verwelkte Blumen.
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Nicht erlaubt: Kein Plastik! Nicht einmal diese “biologisch abbaubaren” Beutel. Sie sind böse. Verwenden Sie Papier oder einfach Zeitung. Auch hier dürfen keine gekochten Speisen, Fleisch und Knochen hineingelegt werden.
4. Schwarzer Behälter (Restmüll): “Brudergruft”
Das ist der teuerste Behälter für Sie. Je voller er ist, desto höher ist Ihre Miete. Daher ist es Ihr Ziel, so wenig Müll wie möglich hier hineinzuwerfen.
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Was hier hineinkommt: alles, was nicht in die vorherigen drei passte. Windeln, Damenbinden, Zigarettenstummel, Staubsaugerbeutel, zerbrochene Tasse, Katzenstreu.
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Die Regel der goldenen Mitte: Wenn Sie sich fragen, wohin Sie eine knifflige Verpackung werfen sollen, werfen Sie sie besser in den schwarzen Behälter. Das ist besser, als eine ganze Charge Sekundärrohstoffe zu verderben.
Quests für Fortgeschrittene: Glas, Flaschen und ein altes Sofa
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Glas (Altglas): Auf den Straßen sehen Sie große Glasbehälter: für weißes, braunes und grünes Glas. Geheimnis: Eine blaue oder rote Flasche – immer in den grünen Behälter! Und wehe Ihnen, Sie kommen dort am Sonntag oder um 22 Uhr an. Glaslärm in der Ruhezeit ist ein soziales Verbrechen.
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Flaschen mit “Pfand”: Sehen Sie auf einer Plastikflasche oder Dose ein Pfeilsymbol? Werfen Sie sie nicht weg! Das sind Ihre hart verdienten 25 Cent. Bringen Sie sie in jeden Supermarkt, stecken Sie sie in einen speziellen Automaten und erhalten Sie einen Bon, mit dem Sie Einkäufe bezahlen können.
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Altes Sofa (Sperrmüll): Wagen Sie es nicht, es einfach auf die Straße zu stellen! Dafür können Sie eine Geldstrafe bekommen, von der Sie drei neue Sofas kaufen könnten. Sie müssen den kommunalen Dienst anrufen, und Ihnen wird ein Tag zugewiesen, an dem Sie es herausstellen können.
Kleine Tricks
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Abfuhrkalender (Abfuhrkalender): Laden Sie ihn unbedingt von der Website Ihrer Stadt herunter. Noch besser: Installieren Sie eine App, die am Vortag piept: “Morgen wird Papier abgeholt!”.
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“Müllpolizei”: Das ist kein Witz. Manchmal überprüfen Inspektoren tatsächlich die Behälter. Wenn sie in Ihrem Papiermüll einen Umschlag mit Ihrer Adresse und viel Plastik finden, können sie eine Geldstrafe verhängen.
Zuerst scheint dieses System verrückt. Aber glauben Sie mir, nach einem Monat werden Sie automatisch den Aluminiumdeckel vom Joghurt abreißen und ihn getrennt vom Becher wegwerfen. Das ist einfach Teil des lokalen Lebens. Nehmen Sie es mit etwas Humor, und alles wird klappen. Willkommen in Deutschland!