Der öffentliche Personennahverkehr in Deutschland — Busse, Straßenbahnen, U-Bahnen und Regionalzüge — vereint unterschiedliche regionale Tarife. Um das passende Ticket auszuwählen, vergleichen Sie Ihre regelmäßigen Fahrtkosten, prüfen Sie verfügbare Vergünstigungen und beachten Sie die Abonnementbedingungen. Die Preise in diesem Leitfaden entsprechen dem Stand vom 13. Oktober 2026; prüfen Sie vor dem Kauf stets den Tarif des jeweiligen Anbieters.
- Regelmäßige Fahrten: Das Deutschlandticket kostet im Jahr 2026 63 € pro Monat und gilt in der 2. Klasse im teilnehmenden Nah- und Regionalverkehr. → Geltungsbereich
- Kündigung des Abos: Bei DB, BVG und hvv muss die Kündigung spätestens bis zum 10. des Monats einschließlich eingehen, damit das Abonnement zum Monatsende endet. → Abo und Kündigung
- Vergünstigungen: Mit dem Mindestzuschuss des Arbeitgebers kostet ein Jobticket den Beschäftigten 44,10 €. Soziale Angebote variieren je nach Region: Das Berlin-Ticket S gilt nur im Bereich Berlin AB, während vergünstigte D-Tickets in Hessen sowie im VRR/VRS bundesweit im Nahverkehr gültig sind. → Jobticket und Sozialtickets
- Gelegentliche Fahrten: Vergleichen Sie Ihre monatlichen Ausgaben für Einzelfahrscheine mit dem Preis eines für Sie verfügbaren Abonnements. → Einzel- und Gruppentickets
- Ticket konnte nicht vorgezeigt werden: Wenn Sie zum Kontrollzeitpunkt bereits ein gültiges personengebundenes Zeitticket besaßen, weisen Sie dies dem Verkehrsunternehmen innerhalb einer Woche ab Feststellung nach. Bei Erfüllung der Voraussetzungen sinkt das erhöhte Beförderungsentgelt auf 7 €. → Fahrkartenkontrolle
Deutschlandticket: Geltungsbereich
Das Deutschlandticket (D-Ticket) ist ein personengebundenes, nicht übertragbares elektronisches Abonnement. Es wird in einer App oder auf einer Chipkarte (sofern vom Anbieter ausgegeben) zusammen mit einem gültigen amtlichen Lichtbildausweis vorgezeigt. Das Regionalisierungsgesetz — § 9 RegG — schreibt die digitale Form und die monatliche Kündbarkeit vor; konkrete Preise und Abwicklungsverfahren sind in den Tarifbestimmungen der Verkehrsunternehmen geregelt.
Seit dem 1. Januar 2026 kostet das reguläre Ticket 63 € pro Monat. Es berechtigt zu beliebig vielen Fahrten in der 2. Klasse im Nah- und Regionalverkehr der teilnehmenden Verkehrsverbünde, Landestarife und Verkehrsunternehmen:
- Stadtbusse und Straßenbahnen;
- U-Bahnen und S-Bahnen;
- Regionalbahnen (RB) und Regional-Expresse (RE);
- in den Verbundtarif integrierte Fähren, wie etwa die Hafenfähren des hvv in Hamburg oder Fährlinien der BVG in Berlin.
Im Fernverkehr (ICE, IC und EC) ist das Ticket in der Regel nicht gültig. Auf einzelnen Streckenabschnitten existieren Ausnahmen, die im Fahrplan gesondert ausgewiesen sind: Prüfen Sie die Freigabe für die jeweilige Verbindung. Für gewöhnliche Fernverkehrsabschnitte ist eine separate Fahrkarte erforderlich. Das Deutschlandticket gilt nicht im FlixTrain und FlixBus sowie bei Verkehren, die überwiegend touristischen oder historischen Zwecken dienen. Siehe DB-Bedingungen.
Öffnen Sie im DB Navigator die «Optionen» und aktivieren Sie «Nur D-Ticket-Verbindungen». Damit der Filter greift, muss bei «Verkehrsmittel» die Option «Alle» ausgewählt sein. Prüfen Sie dennoch die Hinweistexte in den Fahrtendetails: Die DB weist darauf hin, dass in den Abfrageergebnissen gelegentlich Verbindungen auftauchen können, die das D-Ticket nicht anerkennen, etwa bestimmte Flughafen-Zubringerbusse. Der Filter ersetzt die Prüfung der konkreten Beförderungsbedingungen nicht. DB-Anleitung.
Abonnement: Abschluss, Zahlung und Kündigung
Das Deutschlandticket wird als Abonnement (Abo) ausgegeben, gilt für einen Kalendermonat und verlängert sich automatisch fortlaufend, solange es nicht gekündigt wird. Der Erwerb ist bei der DB oder anderen teilnehmenden Verkaufsstellen möglich. Ob das Ticket sofort bereitgestellt werden kann, hängt vom gewählten Vertriebsweg und der Ausgabeform ab.
Auch die Zahlungsmethoden variieren je nach Anbieter. So akzeptiert der RMV-TicketShop das SEPA-Lastschriftverfahren und Kreditkarten; bei hvv switch stehen zusätzlich PayPal und Kartenzahlung zur Verfügung. Das SEPA-Lastschriftverfahren ist somit nicht der einzige Zahlungsweg für alle D-Tickets.
Bei DB, BVG und hvv beendet eine Kündigung bis spätestens zum 10. des Monats einschließlich das Abonnement zum Ende des laufenden Monats. Geht die Kündigung ab dem 11. ein, endet das Abo erst zum Ende des Folgemonats. Die Kündigung ist stets bei dem Vertragspartner einzureichen, bei dem das Abonnement abgeschlossen wurde. Für die DB stehen das Aboportal sowie die Funktion «Abo kündigen» unterhalb des Tickets im DB Navigator bereit. Bewahren Sie die Kündigungsbestätigung auf und prüfen Sie das angegebene Enddatum.
Gemäß den DB-Bedingungen ist bei einem Erwerb für den laufenden Monat nach dem 10. eine Kündigung erst zum Ende des folgenden Monats möglich, sodass beide Monate voll zu zahlen sind. Wird das Ticket nur für eine kurze Reise benötigt, vergleichen Sie diese Gesamtsumme vor Abschluss mit lokalen Einzel- und Tageskarten.
Fahrräder und Hunde
Das Deutschlandticket beinhaltet keine bundesweite kostenfreie Fahrradmitnahme. Hier gelten die jeweiligen Bestimmungen des befahrenen Verkehrsverbunds oder Unternehmens: Es kann eine separate Fahrradkarte erforderlich sein, und es können zeitliche sowie kapazitätsbedingte Einschränkungen bestehen.
So wird das Fahrrad in den Nahverkehrszügen der Deutschen Bahn in Sachsen-Anhalt und Thüringen bei ausreichender Stellplatzkapazität unentgeltlich befördert. Diese Regelung überträgt sich jedoch nicht automatisch auf Busse und Straßenbahnen in diesen Bundesländern. Bei BVG/VBB, in NRW und in Bayern sind die jeweils geltenden Fahrradkarten und Geltungsbereiche gesondert zu prüfen. DB-Regelungen nach Bundesländern.
Auch für Tiere gibt es keine bundesweit einheitliche Kostenfreiheit. Gemäß den DB-Regeln reisen kleine Haustiere bis zur Größe einer Hauskatze in geeigneten Transportbehältnissen, die unter den Sitz oder in die Gepäckablage passen, unentgeltlich mit. Für Hunde, die nicht so transportiert werden, wird der halbe Normaltarif berechnet. Im Verbundverkehr können abweichende Regeln gelten: Im VBB darf der Inhaber eines D-Tickets einen Hund unentgeltlich mitnehmen; der VRR sieht die Mitnahme eines Hundes beim DeutschlandTicket Sozial in NRW vor. Bei länderübergreifenden Fahrten sind die Bedingungen der einzelnen Abschnitte zu beachten.
Jobticket: Unterstützung durch den Arbeitgeber
Ein vergünstigtes Deutschlandticket für Beschäftigte (Deutschland-Ticket Jobticket) steht zur Verfügung, wenn der Arbeitgeber an dem Modell teilnimmt und einen entsprechenden Rahmenvertrag mit einem Ausgeber geschlossen hat. Ein automatischer Rechtsanspruch auf arbeitgeberseitige Übernahme der Fahrtkosten entsteht dadurch nicht. Klären Sie mit der Personalabteilung, ob ein Rahmenvertrag vorliegt und wie hoch der Zuschuss ausfällt.
Leistet der Arbeitgeber einen Zuschuss von mindestens 25 % auf den Ausgabepreis, gewährt das Verkehrsunternehmen einen Rabatt von 5 %. Für das Tarifjahr 2026 ergibt sich folgende Berechnung:
| Berechnungsschritt | Betrag pro Monat |
|---|---|
| Reguläres Deutschlandticket | 63,00 € |
| Rabatt des Verkehrsunternehmens, 5 % | −3,15 € |
| Ausgabepreis Jobticket vor Arbeitgeberzuschuss | 59,85 € |
| Mindestzuschuss des Arbeitgebers, 25 % von 63 € | −15,75 € |
| Kosten für Beschäftigte bei Mindestbezuschussung | 44,10 € |
Bei einem höheren Arbeitgeberzuschuss verringert sich der Eigenanteil entsprechend; der Arbeitgeber kann die Kosten auch vollständig tragen. Der Bestellablauf richtet sich nach dem jeweiligen Programm. Für das DB-Jobticket erhalten Mitarbeitende beispielsweise einen Firmen-Bestellcode von der Personalabteilung. DB Jobticket-Bedingungen.
Die Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 15 EStG setzt voraus, dass die Sach- oder Barleistung zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht wird. Der steuerfreie Betrag mindert den Werbungskostenabzug für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte (Entfernungspauschale). Die Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 SvEV knüpft ebenfalls an die steuerfreie Zusätzlichkeit und den korrekten Ausweis in der Entgeltabrechnung an. Bei einer reinen Gehaltsumwandlung greifen diese Regelungen nicht zwingend automatisch: Details erläutert die zuständige Lohnbuchhaltung.
Sozialtickets: Konditionen hängen von der Region ab
Der Bezug von Bürgergeld, Sozialhilfe oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) kann den Zugang zu lokalen Tarifvergünstigungen eröffnen. Bezeichnung, räumlicher Geltungsbereich, Nachweisdokumente und Bestellwege unterscheiden sich erheblich.
| Programm | Monatspreis zum 13.10.2026 | Geltungsbereich | Wesentliche Voraussetzung |
|---|---|---|---|
| Berlin-Ticket S | 27,50 € | Nur Berlin AB | Anspruch auf eine der von der BVG aufgeführten Sozialleistungen und Nachweis der Anspruchsberechtigung |
| Deutschlandticket mit Hessenpass mobil | 44 € | Wie reguläres D-Ticket | Wohnsitz in Hessen, Bezug der berechtigenden Leistung und Vorliegen des Hessenpass mobil |
| DeutschlandTicket Sozial im VRR / Deutschlandticket sozial im VRS | 53 € | Wie reguläres D-Ticket | Berechtigungsnachweis der zuständigen Behörde oder Kommune im jeweiligen Verbundgebiet |
Berlin: Ticket und Berechtigungsnachweis
Das Berlin-Ticket S steht unter anderem Beziehern von Bürgergeld, Sozialhilfe, Leistungen nach dem AsylbLG und Wohngeld nach Maßgabe der Programmvorgaben offen. Es handelt sich um ein eigenständiges kommunales Sozialticket, nicht um das eingestellte Berlin-Abo und nicht um das bundesweite Deutschlandticket.
Vor Fahrtantritt müssen Vor- und Nachname auf der Fahrkarte eingetragen werden. Bei Kontrollen sind ein amtlicher Lichtbildausweis sowie entweder der aktuelle Leistungsbescheid oder ein behördlicher Leistungsnachweis mitzuführen. Die Namen auf Ticket und Nachweis müssen exakt übereinstimmen.
Die BVG akzeptiert Kopien des Leistungsbescheids mit geschwärzten sensiblen Daten, sofern Briefkopf, Aktenzeichen/Bezeichnung, Vor- und Nachname sowie der Bewilligungszeitraum lesbar bleiben. Behördliche Bescheinigungen müssen im ungeschwärzten Original vorgelegt werden. Der Bescheid kann auch digital über die Jobcenter-App vorgezeigt werden; Screenshots, Fotos oder isolierte PDF-Dateien werden nicht anerkannt. Das Ticket ist an Automaten, in Verkaufs-Apps und in Kundenzentren der BVG erhältlich. Bedingungen Berlin-Ticket S und FAQ zu den Nachweisen.
Hessen: Bestellung mit Hessenpass mobil
Das vergünstigte D-Ticket steht Personen mit Wohnsitz in Hessen offen, die Bürgergeld, Wohngeld, Sozialhilfe oder als Asylsuchende entsprechende Leistungen nach RMV-Kriterien beziehen. Voraussetzung für die Bestellung ist der Hessenpass mobil. Liegt dieser nicht automatisch vor, kann er bei der zuständigen Kommunalbehörde beantragt werden.
Beim RMV wird das Ticket auf einer Chipkarte ausgegeben und per Post zugestellt. Die Online-Bestellung für den Folgemonat muss bis zum 20. eingereicht werden; Bestellungen in Vertriebsstellen bis zum 10. des Vormonats. Ein Besuch der Vertriebsstelle dient der Antragsabgabe, führt aber nicht zu einer sofortigen Ticketausgabe vor Ort. In der RMVgo-App oder an Fahrkartenautomaten ist dieses vergünstigte Produkt nicht erhältlich. RMV-Bedingungen und Bestellung.
VRR und VRS: Lokaler Nachweis für ein bundesweites Ticket
Im VRR und VRS gehören unter anderem Bezieher von Bürgergeld, Sozialhilfe, Wohngeld und Leistungen nach dem AsylbLG zum berechtigten Personenkreis. Hierbei handelt es sich um zwei Verkehrsverbünde in Nordrhein-Westfalen; deren Regelungen lassen sich nicht pauschal auf andere Städte oder Verbünde im Bundesland übertragen.
Im VRR wird der Berechtigungsnachweis bei der örtlichen Behörde eingeholt und dem teilnehmenden Verkehrsunternehmen vorgelegt. Während der Fahrt verlangt der VRR den Lichtbildausweis und den Berechtigungsnachweis. Im VRS wird dem Bestellschein eine Kopie des Nachweises beigefügt; der Fortbestand des Abonnements hängt von der Gültigkeitsdauer des Nachweises und dessen rechtzeitiger Verlängerung ab. VRR-Bedingungen und VRS-Bedingungen.
Alternativen zum Abonnement: Einzel- und Gruppentickets
Es gibt keinen pauschalen Schwellenwert nach dem Motto «ab X Fahrten pro Woche lohnt sich das Abo». Berechnen Sie Ihre voraussichtlichen monatlichen Fahrtkosten anhand der lokalen Einzeltarife und vergleichen Sie diese mit 63 € oder den Kosten eines für Sie verfügbaren Jobtickets bzw. Sozialtickets. Berücksichtigen Sie Tarifzonen, zeitliche Gültigkeit und Umsteigeberechtigungen.
Nachfolgend finden Sie konkrete Tarifbeispiele für Berlin und Bayern, keine allgemeingültigen Werte für ganz Deutschland.
| Ticket | Geprüfte Tarifmerkmale | Vergleichskriterium |
|---|---|---|
| Kurzstrecke in Berlin | Bis zu 3 Stationen mit S-/U-Bahn mit Umstieg oder bis zu 6 Haltestellen mit Bus/Straßenbahn ohne Umstieg. Fahrtunterbrechungen unzulässig. | Bei kurzen Fahrten innerhalb weniger Haltestellen |
| Berliner 4-Fahrten-Karte AB | 12,40 € für 4 Einzelfahrten; jede Fahrt gilt bis zu 120 Minuten in eine Richtung. Umstiege und Fahrtunterbrechungen gestattet, Rund- und Rückfahrten ausgeschlossen. | Bei gelegentlichen Einzelfahrten über den Monat verteilt |
| Berliner 24-Stunden-Karte AB | 11,20 € für beliebig viele Fahrten innerhalb von 24 Stunden ab Entwertung | Wenn mehrere Fahrten an einem Kalendertag geplant sind |
| Berliner 24-Stunden-Karte Kleingruppe | Bis zu 5 gemeinsam reisende Personen für 24 Stunden; Kinder unter 6 Jahren fahren kostenfrei mit | Bei gemeinsamen Fahrten in kleinen Gruppen |
| Reguläres Bayern-Ticket | Bis zu 5 Personen; zusätzlich fahren bis zu 3 Kinder zwischen 6 und 14 Jahren kostenfrei mit. Werktags ab 09:00 bis 03:00 des Folgetags; an Wochenenden und Feiertagen ab 00:00 bis 03:00 Uhr. | Für gemeinsame Fahrten im Geltungsbereich des Bayern-Tickets |
Beispielrechnung für eine erwachsene Person im Tarifbereich Berlin AB: Vier gewöhnliche Einzelfahrscheine zu je 4 € kosten zusammen 16 €, während die 4-Fahrten-Karte 12,40 € kostet. Die Ersparnis beträgt 3,60 € bzw. 22,5 %. Dies gilt für den Berliner Tarif und stellt kein generelles Versprechen für andere Verbundräume dar.
Drei Einzelfahrscheine kosten 12 €, sodass die 24-Stunden-Karte für 11,20 € günstiger ist. Werden hingegen drei Abschnitte einer 4-Fahrten-Karte genutzt, liegt der rechnerische Anteil bei 9,30 € (wobei die Karte als Ganzes für 12,40 € erworben wird). Der finanzielle Vorteil eines Tagestickets hängt somit stets von der konkreten Vergleichsbasis und den verbleibenden Fahrten ab. BVG Einzelfahrschein, 4-Fahrten-Karte, 24-Stunden-Karte.
Fahrkartenkontrolle und erhöhtes Beförderungsentgelt
Vor dem Fahrtantritt: Gültigkeit und Entwertung
Vergewissern Sie sich, dass die Fahrkarte für die gewählte Strecke, die Tarifzone und die Reisezeit gültig ist. Papiertickets, die einer Entwertung bedürfen, müssen vor oder unmittelbar beim Fahrtantritt am Entwerter abgestempelt werden. Bereits entwertete Fahrscheine dürfen nicht erneut gestempelt werden: Beispielsweise werden Einzelfahrscheine, die beim BVG-Buspersonal erworben werden, bereits entwertet ausgegeben.
Digitale Einzelfahrscheine sind vor dem Betreten des Verkehrsmittels gemäß den Vorgaben der App zu aktivieren. Beim Deutschlandticket ist sicherzustellen, dass das Abonnement aktiv ist und bei der Kontrolle vorgezeigt werden kann. BVG-Hinweise zur Entwertung.
Fahrten ohne gültigen Fahrschein, das Nichtvorzeigen bei Kontrollen oder eine unterlassene Entwertung können ein Erhöhtes Beförderungsentgelt (EBE) nach sich ziehen. § 9 BefBedV sieht eine Ausnahme für Fälle vor, in denen der Erwerb oder die Entwertung aus Gründen unterblieb, die der Fahrgast nicht zu vertreten hat; dies ist keine pauschale Entschuldigung bei fahrlässigen Versäumnissen.
Höhe des Entgelts nach Verkehrsart
| Rechtsgrundlage | Höhe des EBE |
|---|---|
| § 6 EVO — Eisenbahnverkehr | Das Doppelte des gewöhnlichen Fahrpreises für die zurückgelegte Strecke, mindestens 60 € |
| § 9 BefBedV — Straßenbahn, Obus und Linienbus | Bis zu 60 €; das Unternehmen kann den doppelten Fahrpreis fordern, sofern dieser höher liegt |
Es kann daher nicht pauschal davon ausgegangen werden, dass die Forderung in jedem Fall genau 60 € beträgt.
Wenn ein gültiges personengebundenes Ticket nicht vorgezeigt werden konnte
Ein entladener Smartphone-Akku oder eine vergessene Chipkarte können zu einer EBE-Zahlungsaufforderung führen, selbst wenn das Abonnement bezahlt ist. Bewahren Sie den ausgestellten Beleg auf und wenden Sie sich an das prüfende Verkehrsunternehmen.
- Weisen Sie innerhalb einer Woche ab dem Feststellungstag nach, dass Sie zum Kontrollzeitpunkt Inhaber einer gültigen Fahrkarte waren.
- Legen Sie für ein personengebundenes Deutschlandticket die Ticketdaten und einen amtlichen Lichtbildausweis nach dem Verfahren des Unternehmens vor.
- Bei Vorliegen der Voraussetzungen nach § 6 Abs. 3 EVO oder § 9 Abs. 3 BefBedV ermäßigt sich das Beförderungsentgelt auf 7 €. Im Bus- und Straßenbahnverkehr gilt dies für eine gültige persönliche Zeitkarte.
Der nachträgliche Kauf einer Fahrkarte nach erfolgter Kontrolle belegt nicht das Fahrtrecht zum Kontrollzeitpunkt. Bei der DB bearbeitet die Fahrpreisnacherhebungsstelle derartige Fälle und prüft die Buchung sowie die zeitliche Gültigkeit des Tickets. DB-Verfahrensablauf.
Strafrechtliche Konsequenzen: Vorsatz ist entscheidend
§ 265a StGB (Erschleichen von Leistungen) bedroht das vorsätzliche Fahren ohne Entrichtung des Entgelts mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr. Wiederholtes Handeln ist kein zwingendes Tatbestandsmerkmal dieser Norm. Gleichzeitig begründen bloße technische Probleme beim Vorzeigen eines vorhandenen Tickets noch keinen solchen Straftatbestand: Entscheidend sind stets die Einzelfallumstände und der Nachweis des Vorsatzes.
Beratungs- und Schlichtungsstellen
Nodia ist eine Informations- und Community-Plattform. Die Inhalte dienen der Orientierung in Tarifen und Bestimmungen, ersetzen jedoch keine individuelle rechtliche Beratung durch qualifizierte Fachkräfte und stellen keine Rechtsberatung im Sinne des RDG dar.
- Ausgebendes Verkehrsunternehmen: Fragen zu Abbuchungen, Kündigungen und Ticketausgabe richten Sie direkt an Ihren jeweiligen Vertragspartner. Die DB-Seite zum Deutschlandticket beschreibt das Angebot der DB. deutschlandticket.de ist ein Portal der Transdev Vertrieb GmbH und keine staatliche Plattform.
- Schlichtungsstelle Reise & Verkehr e.V. (vormals söp): Kostenfreie außergerichtliche Streitbeilegung für Verbraucherinnen und Verbraucher, wenn eine Beschwerde beim teilnehmenden Verkehrsunternehmen zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis führte. Website der Schlichtungsstelle.
- Verbraucherzentrale: Allgemeine Informations- und Beratungsangebote zu Reise und Mobilität. Bereich Reise & Mobilität.
Informationsquellen
Tarifseiten und gesetzliche Vorschriften geprüft mit Stand vom 13. Oktober 2026. Regionale Sonderregelungen gelten nur für die jeweils angegebenen Produkte und Verbundräume.
- Deutschland-Ticket: Kauf, Gültigkeit und Kündigung
- Deutschland-Ticket: vollständige Fragen und Antworten
- § 9 RegG: Deutschlandticket
- Deutschland-Ticket: Verbindungen filtern
- hvv: Deutschlandticket FAQ
- BVG: Deutschlandticket FAQ
- DB: Fahrradkarten im Nahverkehr
- DB: Tiere auf Reisen
- Deutschland-Ticket Jobticket: Fragen und Antworten
- § 3 EStG: Steuerfreie Einnahmen
- § 1 SvEV: nicht zum Arbeitsentgelt zählende Zuwendungen
- Berlin Ticket S
- Berlin Ticket S: FAQ
- Berlin.de: Einstellung des Berlin-Abos (historische Mitteilung)
- Hessenpass mobil: Das vergünstigte Deutschland-Ticket
- DeutschlandTicket Sozial im VRR
- VRS: Deutschlandticket sozial, Preis ab Januar 2026
- BVG: Kurzstrecke
- BVG: 4-Fahrten-Karte
- BVG: Einzelfahrschein
- BVG: 24-Stunden-Karte
- BVG: 24-Stunden-Karte Kleingruppe
- Bayern-Ticket
- BVG: Fahrscheine und Entwertung
- § 6 EVO: Erhöhtes Beförderungsentgelt
- § 9 BefBedV: Erhöhtes Beförderungsentgelt
- DB: Was tun, wenn es mal schief läuft
- § 265a StGB: Erschleichen von Leistungen
- Schlichtungsstelle Reise & Verkehr
- Deutschlandticket.de: Vertragspartner
- Verbraucherzentrale: Reise und Mobilität